Bücher

Die Mandelli Saga

Ladina Bordolli

Drei Frauen – Drei Generationen – eine Leidenschaft

Wir begleiten Aurora (Band 1), Rosalba (Band 2) & Eleonora (Band 3) durch ihr Leben und ihre Leidenschaft das Bauen.

Band 1 Das Fundament der Hoffnung

Aurora lebt mit ihrer Familie am Comer See in Norditalien. Sie muss nach dem Unfalltod ihres Bruders das Familienbauunternehmen vor dem Untergang bewahren. Im Jahr 1956 in Italien als Frau… kein leichtes Unterfangen. Immer wieder kämpft Aurora mit Anfeindungen. Dabei will sie einfach nur ihren Visionen und ihrer Leidenschaft nachgehen. Michele, ein Maurer aus der eigenen Firma, scheint wirklich ein loyaler Mitarbeiter und bald auch mehr zu sein. Ein Fels in der Brandung. Es kommt eins zum anderen. Aurora und Michele heiraten und es scheint von jetzt an geht alles bergauf. Doch der Schein trügt. Michele ist auf einmal nicht mehr so nett wie er einmal war. Und Aurora muss eine Entscheidung für sich und das Kind unter ihrem Herzen treffen…

Meine Meinung

Ich bin ein Fan von Familensagas. Ich finde es spannend über mehrere Bücher die Geschichte einer Familie zu verfolgen.

Aurora ist wirklich eine tolle Protagonistin. Ich habe bei ihr mitgefiebert, sie bewundert aber auch manchmal mit dem Kopf geschüttelt. „Warum lässt sie sich das gefallen?“ War oft mein Gedanke… bis mir einfiel achso wir haben das Jahr 1956.

Das Drama um Auroras Vater tat mir unheimlich leid zu lesen. Der Tod seines einzigen Sohnes hat ihn fast gebrochen. Auroras Mutter hingegen wirkte eher unsympathisch.

Insgesamt einfach toll zu lesen, wie Aurora ihren weg geht!

Band 2 Das Bauwerk der Sehnsucht

20 Jahre später tritt ihre Tochter Rosalba in Auroras Fußstapfen. Um neue Inspirationen für die Firma zu bekommen, macht sie ein Praktikum in der Schweiz. Sie kommt zurück mit dem Kopf voller Visionen und Gedanken…nicht nur ans Bauen und Erschaffen. Da spukt auch Remo Albrecht rum Ein junger Schweizer Architekt. Als es für die Firma ihrer Mutter nur noch bergab geht und immer schwieriger wird Aufträge zu ergattern, beschließt Rosalba ihrem Herzen zu folgen. Sie zieht zu Remo in die Schweiz und übernimmt das Bauunternehmen von Antonio, Auroras Cousin. Doch in der Schweiz ist und bleibt sie eine Fremde und genauso wird sie von den Einheimischen behandelt. Doch mit Remo an ihrer Seite kämpft sie sich durch.

Meine Meinung

Band 2 der Reihe hat mir am besten gefallen. Ich finde es bewundernswert wie Rosalba ihren Weg geht. Mich hat der Fremdenhass Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre in der Schweiz herrschte erschüttert. Aber dafür wusste ich auch nichts über die Schweiz als Einwanderungsland und seine Geschichte. Aber genau das mag ich an solchen Sagas: man lernt noch über die Historie dazu. Zwischenzeitlich war es einfach bedrückend zu lesen, wie es Rosalba geht, welchen Diskriminierungen und Anfeindungen sie ausgesetzt ist aber das Ende des Buches macht wieder Hoffnung. Auch hat mir der Spannungsaufbau des Buches gut gefallen.

Band 3 Das Haus des Schicksals

In Band 3 begleiten wir Eleonora (eins von Rosalbas Kindern) wie sie 2015 die Geschicke der Mandelli AG leiten muss. Eleonora hat, wie ihre Vorfahrinnen, zu kämpfen mit den Widrigkeiten ihrer Zeit: Auftragsmangel, Großkonzerne und Politische Hindernisse lassen Eleonora beruflich fast verzweifeln. Zudem ist die Baubranche auch im Jahr 2015 eine Männerdominierte Branche. Neben Rassismus wird Eleonora auch immer wieder mit Sexismus konfrontiert. Als die Firma kurz vor dem Ruin steht, muss sie sich etwas einfallen lassen. Sie besinnt sich auf ihre Wurzeln und versucht mit neuen Visionen die Mandelli AG zu retten.

Meine Meinung

Eleonora war mir von allen drei Frauen am wenigsten sympathisch. Zu oft habe ich mich gefragt: warum lässt sie das mit sich machen? Immerhin haben wir das Jahr 2015 und Sexismus sollte nun wirklich kein Thema mehr sein bzw. leider ist es das noch. Aber genau deswegen hätte ich mir von Eleonora mehr Frauenpower gewünscht.

Diesmal war auch der Spannungsbogen nicht ideal. Erst im letzten Drittel nahm die Geschichte fahrt auf. Doch dann ging alles ganz schnell, die Ereignisse haben sich förmlich überschlagen und schwupps Ende. Das war dann etwas zu schnell.

Insgesamt eine gelungene Familiensaga mit mir bisher unbekannten Themen und Orten. Aber genau deswegen hat es mir auch unheimlich Spaß gemacht diese Geschichten zu lesen.

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