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Bella Musica

Stefanie Gerstenberger

Eine Geschichte um eine Geige, ihrer Erbauerin und ein Familiengeheimnis Made in Italy.

Die Protagonistin dieser stimmungsvollen Geschichte ist Luna. Luna ist Anfang 30, halb-Italienerin, Besitzerin des Restaurants „Il Violino“ in München und mit ihrem Leben irgendwie in einer Sackgasse gelandet. Sie fühlt, so kann es nicht weiter gehen. Unmotiviert, freudlos und keine Perspektive. Als sie dann noch ungeplant schwanger wird, ist sie völligst von der Rolle. Ihr Freund Diamantino und seine Familie planen bereits die Hochzeit. Luna wird alles auf einmal zu eng. Sie will nur noch weg. Sie muss raus. Nicht ganz freiwillig macht sie sich auf die Suche nach der Herkunft von „Il Piccolina“. Die kleine Geige fertigte einst ihre Nonna und es ist das einzige Erinnerungsstück, das sie von ihrem Vater hat. Dieser hat in Lunas Kindheit die Familie verlassen. Sie findet auf ihrer Reise nicht nur viel über die Vergangenheit ihrer Nonna Anna heraus, sondern lernt auch einiges  über ihre Eltern und sich selbst. Nachdem sie viel über die Kindheit ihres Vaters gelernt hat, versteht sie ihn besser und kann sich auf die Suche machen um sich auszusöhnen….

Die Geschichte von Stefanie Gerstenberger ist keine Happy Italo Familien Saga. Luna, Anna und ihr Vater haben alle ihr Päckchen zu tragen. das sorgt im ganzen Buch für eine melancholische und traurige Grundstimmung. Dennoch sind manche Themen (wie die Depression ihres Vaters)  nur oberflächlich angekratzt und schnell abgehakt. Das ist schade, denn diese Themen haben mehr Aufmerksamkeit verdient.

Die Reise in die Vergangenheit ist gut gelungen, durch alle Jahrzehnte und Geschehnisse. manchmal unschön und unbequem aber so ist Annas Lebensgeschichte nunmal.

Die Romanze von Fabio und Luna trifft irgendwie nicht ins Herz. Luna ist so organisiert und strukturiert. Wenig impulsiv und spontan. Sie lernt zwar im Laufe der Geschichte auf ihr Herz zu hören, aber so ganz nimmt man ihr das einfach nicht ab.

Obwohl es eine Art Happy End gibt, bin ich nicht ausgesöhnt mit der Geschichte. Annas Geschichte endet weniger schön in der Vergangenheit und  ein dunkles Familiengeheimnis kommt ans Licht. Annas Lebensgeschichte ist bedrückend mit wenigen Lichtblicken.

Mein Fazit: Eine wunderbare Story aber sie hat mich nicht ins Herz getroffen.

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